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  • zukünftige Ziele des Projekts

Das Projekt: Die Geschichte des Projekts

Waisenkind

Während mehrerer Kenia-Aufenthalte seit dem Jahr 2000 war den Gründungsmitgliedern Geert Schroeder und Kristiane Ewert die Problematik der vielen Waisenkinder, die ihre Eltern wegen der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS verloren hatten, deutlich geworden. Es war erkennbar, dass die Anzahl der vom Staat Kenia angebotenen Waisenhausplätze nicht annähernd ausreichte, um all diesen Kindern ein neues Zuhause bieten zu können. Diese Erkenntnis führte zur Gründung des "Malaika-Vereins" mit der Absicht, mit Hilfe von eigenen und eingeworbenen Unterstützungsgeldern ein Heim für solche Kinder aufzubauen. Geeignete Partner in Kenia waren bald gefunden, die ihrerseits eine Selbsthilfegruppe mit dem Namen "Salama Malaika Self Help Group" in Nakuru gründeten.

Heim in Lanet

Im August 2008 mieteten wir am Stadtrand von Nakuru ein altes Landhaus mit großem Grundstück. Das Gebäude hatte zuvor mehr als zehn Jahre leer gestanden, sodass wir zunächst die dringendsten Renovierungsarbeiten in Angriff nehmen mussten. Schon bald darauf nahmen wir die ersten acht Waisenkinder auf.

Den Anforderungen einer Waisenhausgründung durch die Behörden wurden wir von Beginn an in nahezu allen Punkten gerecht. Zahlreiche hochrangige Behördenvertreter gaben uns diese klare Bestätigung: Die häusliche Umgebung, die Ernährungssituation, die Gesundheitskontrolle und -vorsorge, die Ausbildungsangebote als auch die familiäre Atmosphäre wurden als außergewöhnlich gut bezeichnet.

Kindergruppe

Nachdem sich die erste Kindergruppe eingewöhnt hatte, erhöhten wir ab April 2009 die Zahl der Kinder auf fünfzehn, sodass nunmehr sämtliche Auflagen der Behörden zur vorläufigen Anerkennung des "Malaika-Homes" erfüllt waren.

Schon im ersten Jahr seines Bestehens in Kenia erreichte der Verein einen gewissen Bekanntheitsgrad. So besuchte z.B. der damalige deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel das Malaika-Waisenhaus anlässlich einer UNO-Konferenz in Nairobi.

Radreise

2009 unternahmen Geert und sein Freund Immanuel Schulz eine über fünf Monate lange Spenden-Radtour durch das südliche Afrika bis nach Nakuru. Die damalige kenianische Ministerin für Kinderangelegenheiten - Frau Esther Murugi - übernahm eine Art Schirmherrschaft über die kenianische Etappe der insgesamt über 10.000 Kilometer langen Fundraising-Expedition. Die Tour verschaffte dem Projekt durch die mediale Berichterstattung einen spürbaren Push.

Seit Dezember 2009 ist SPD-Parteichef Sigmar Gabriel offizieller Schirmherr des Malaika-Projektes.

Anfang August 2010 zogen wir mussten wir ausziehen: Das neue Domizil befand sich ebenfalls im Stadtteil Lanet von Nakuru und lag nur 500 Meter Luftlinie vom ehemaligen Grundstück entfernt.

Rohbau

Kurz nachdem wir den Mietvertrag unterschrieben hatten, wurde uns schon wieder gekündigt: zum 31. Juli 2011 - sprich in einem Jahr - sollten wir das Haus wieder verlassen. Wir waren uns einig, dass es Zeit war, sich nach einem eigenen Haus umzusehen, sprich: ein Haus zu kaufen. Im Januar 2011 fanden wir ca. 15 Kilometer von der Stadtgrenze Nakurus entfernt ein Grundstück, das zum Verkauf angeboten wurde, inklusive einem Rohbau. Wir erwarben nach langwierigen Verhandlungen das Objekt und begannen ab Februar 2011 mit dem Ausbau.

Bauarbeiten

Bis zu 25 Arbeiter stellten zunächst den schon existierenden Rohbau fertig. Dann errichteten sie ein Jungenhaus und anschließend ein Gästehaus mit Büro.

Wir - die Malaika-Familie - zog am 31. Juli 2011 ein. Da war zwar noch längst nicht alles fertig, aber auf engem Raum ließ es sich erst mal leben. Die Bauarbeiten wurden fortgesetzt bis Ende September, bis das Gröbste geschafft war. Abschließend waren nur noch vereinzelt Bauarbeiter für die verbleibenden kleineren Restarbeiten auf unserem neuen Grundstück anwesend.

Regenbogen

Nun hat die 'Malaika-Familie' in Kenia ihr eigenes kleines neues Domizil. Das Grundstück und die Häuser sind sehr schön geworden. Eine kleine warme Oase in einem von Problemen gefüllten Land. Wir denken, dass wir dort in Frieden mit den Kindern werden leben können.

Das Projekt: Unsere Ziele

  • Rettung vor einem Leben auf der Straße
  • AmingaAllein durch die Aufnahme von Kindern, deren Eltern gestorben sind, gelingt es, diese vor einem Leben auf der Straße zu bewahren: vor körperlicher und seelischer Verwahrlosung, vor Kriminalität, Prostitution und Drogenkonsum und damit - ohne zu dramatisieren - sogar Rettung vor dem Tod.

  • Geborgenheit in einer Familie
  • AmingaDie familienähnliche Struktur mit "Dad", "Mama", "Uncle" und "Auntie" bietet den Kindern die Möglichkeit, ein Gefühl der Geborgenheit zu entwickeln.

  • Eine gute Ausbildung
  • AmingaIn Zusammenarbeit mit den Schulen wollen wir unseren Kindern eine gute Ausbildung geben, die sie in Stand setzen wird, einen Beruf zu erlernen bzw. weitere ergänzende Bildungswege einzuschlagen. Durch die Übertragung von Pflichten und mit Hilfe regelmäßiger Diskussionsrunden zu alltäglichen Problemen möchten wir sie zu selbstständigen, selbstbewussten, zur Übernahme von Verantwortung bereiten Erwachsenen erziehen. Zusätzliche Angebote in den Bereichen Sport (z.B. Akrobatik, Schwimmen) und Kunst (Werken, Malen, Tanz, Theaterspiel) sowie liebevolle und rücksichtsvolle Umgangsformen ergänzen die Förderung dieser Kinder.

  • Ernährung und Gesundheit
  • AmingaGleich zu Beginn in 2008 wurde ein Speiseplan entworfen, der alle Anforderungen einer hochwertigen und ausgewogenen Ernährung erfüllt. Die Gesundheitsuntersuchungen bestätigen: Die uns anvertrauten Kinder sind gesund. Angebote für Reihenuntersuchungen werden selbstverständlich angenommen, und es erfolgen alle gebotenen Impfungen.

  • Sicherheit
  • AmingaWir möchten den Kindern Sicherheit bieten. Das erreichen wir durch Gitterfenster und -türen, einen Nachtwächter, durch eine Alarmanlage und durch gute Kontakte zur örtlichen Polizei.

Das Projekt: Das Haus

Malaika HausDas Malaika-Waisenhaus befindet sich ca 15 Kilometer entfernt von Nakuru, der viertgrößten Stadt Kenias. Seit dem 31. Juli 2011 wohnen wir nun dort und sind dabei, uns ein wirkliches Heim im Sinne einer Heimat zu schaffen.

Das Grundstück ist etwa 70 m x 85 m groß. Inzwischen gibt es drei Häuser:

o Das Haupthaus, in dem die Mädchen und Babies mit der weiblichen Betreuerin wohnen. Dort gibt es drei Schlafräume, einen großen Ess- und Wohnraum, mit einem offenen Kamin, eine Küche mit Speisekammer, einen Sanitärbereich mit Dusche, und eine abgetrennte Ecke des Wohnbereichs dient als Büro des Managers.

o Das Jungenhaus, in dem die Jungen und die männlichen Betreuer in fünf Schlaf- und Wohnräumen mit Sanitärbereich unterkommen.

o Zur Unterbringung der deutschen Partner und Praktikanten dient das Gästehaus mit zwei Wohn- und Schlafräumen, Küche mit Stauraum und Büro.

Alle Häuser sind von Veranden umgeben, die sowohl vor heißer Sonne als auch vor heftigen Regenfällen schützen. Um das Regenwasser zu ernten, wurden an allen Dächern Regenrinnen installiert. Ein unterirdischer 36.000-Liter-Tank fängt dieses Wasser auf. Zwei weitere 6000-Liter-Tanks stellen die Verteilung in die drei Häuser sicher.

Ein Teil des Grundstücks dient als Ackerfläche, wo z.B. Kartoffeln und Gemüse sowie Futtergras für die Kühe angebaut wird. Blumen, Büsche und weitere Bäume verschönern das Gelände. Den Kindern bieten wir einen Spielplatz mit Schaukeln und Kletterbalken.

Zwei Hunde, viele Kaninchen und 4 Kühe vervollständigen die Gruppe der Bewohner.


Größere Kartenansicht

Das Projekt: zukünftige Ziele des Projekts

    kurzfristige Ziele:

    Die pädagogische Arbeit wird intensiviert:

  • die Kinderbibliothek wird ausgebaut.
  • zusätzlich zum Akrobatikunterricht soll Musik- und Tanzunterricht erteilt werden.
  • Methoden zur Stärkung der Selbstverantwortung und der Entwicklung von Kreativität werden ausgebaut.
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    langfristige Ziele:

    finanzielle Stabilisierung,

  • Wir müssen den Verein aufgrund des Hausbaus finanziell stabilisieren.
  • Das Bauarbeiten auf dem Grundstück müssen vollständig abgeschlossen werden.
  • Der Anbau von eigenem Gemüse, Getreide, Obst und Futterpflanzen sollte intensiviert werden.
  • Weitere Kinder sollten aufgenommen werden.
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