- Das Team in Kenia
- Das Team in Deutschland
Das Team in Kenia
- Kago – Heim-Manager und "Uncle"
- Regina – die "Mama" im Haus
- Ann – die liebe und strenge "Auntie"
- Aminga – unser Rechtsanwalt
- Luka – unser Baumeister
Daniel "Kago" Kamau ist der
Manager des Malaika-Homes. Seine Aufgaben sind die Verwaltung der Finanzen, Einkäufe, der Kontakt mit den Behörden,
die Pflege des Gartens, die Versorgung der Kühe und die Bearbeitung des Feldes. Glücklicherweise ist er sehr vielseitig
und wirkt im Haus auch als Tischler, Elektriker, Klempner, Koch und – sehr wichtig! – als Erzieher der Kinder, aber auch als ihr
guter Freund. Er ist rund um die Uhr im Heim und fährt nur
alle zwei Wochen zu seiner Familie, die 70 km entfernt wohnt. Unsere Zusammenarbeit klappt
hervorragend. [ Lebenslauf ]
Kago heißt mit vollem Namen Daniel "Kago" Kamau und wurde 1967 in einem kleinen Ort in Kenias Rift Valley geboren. Sein Vater arbeitete als Sicherheitsmann im Wald. 1974 kam er in die Grundschule und machte nach 8 Jahren seine Prüfung. Er war so erfolgreich, dass er in eine weiterführende Schule gehen konnte, die er nach 4 Jahren mit bestandenem Examen verließ. Leider reichte die Punktzahl nicht für zwei weitere Schuljahre, also kehrte er zu seiner Familie zurück. 1989 kaufte sein Vater ihm ein Stück Land im Molo Bezirk. Das Glück währte nicht lange, weil es 1992 zu den schrecklichen Zusammenstößen zwischen einigen Stämmen kam. Sein Haus wurde niedergebrannt.
1994 verkaufte sein Vater das Land und alle zogen nach Gilgil, wo er auch heute noch wohnt. Seit 1993 lernte Kago bei einem Cousin, der Tischler von Beruf war, sein Handwerk. 1992 heiratete Kago. Sein Onkel gab ihm ein kleines Haus, wo er mit seiner Frau leben konnte. Im November 1993 kam sein erstes Kind – eine Tochter – zur Welt. Er nannte sie Grace – wie seine Mutter. Er hat in dieser Zeit sehr gelitten. Das Geld, das er verdiente, reichte nicht, um eine dreiköpfige Familie zu ernähren. Seine Frau kehrte mit dem kleinen Kind nach Molo zurück und arbeitete auf dem Feld. Kago folgte Frau und Kind in 1996 und sie versuchten sich mit Landarbeit über Wasser zu halten.
1998 gab es Zuwachs: Sohn Kamau wurde geboren. Das Leben wurde etwas besser, sodass Kago ein kleines Stück Land kaufen konnte. Sie bauten ein Häuschen darauf. 2002 wurde das dritte Kind geboren: ebenfalls ein Junge mit Namen Kibugi. Sie lebten dort die nächsten 6 Jahren relativ unbehelligt und zufrieden, und Kago konnte von seinem Verdienst einige Kühe und Schafe kaufen. Sie eröffneten einen Kiosk. Das Leben wurde vergleichsweise angenehm. Zum Jahreswechsel 2007/08 geschah das Unfassbare: Nach den Wahlen begannen Unruhen, die sich zu einer Art Bürgerkrieg auswuchsen. Es war die schlimmste Zeit seines Lebens. Sein Haus wurde niedergebrannt, seine 5 Kühe und 11 Schafe wurden gestohlen und all sein Hab und Gut verbrannte: Betten, Kleidung, Fahrrad, Radio und sogar sein kleiner Fernseher. Er und seine Familie wurden in eine Zelt-Notaufnahme eingewiesen, und sie lebten dort 3 Monate. Dann bekam Kago durch einen glücklichen Zufall einen Job als Aufpasser. Es handelte sich um das Grundstück von Mr Thuo, wo die Malaikaner nach ein paar Tagen einzogen. Malaika gab ihm für ein paar Monate zunächst eine Stelle als Hausmeister, dann wurde er ins Team geholt. "Jetzt", so sagt er, "bin ich ein Mitglied der Malaika-Familie!" Inzwischen hat er den Posten eines Managers im Malaika-Home und wir vertrauen diesem zuverlässigen Mann das Wohlergehen unserer Kinder an.
Regina Wanjiku ist für unsere Kinder Mutterersatz: Sie kümmert sich um das leibliche Wohl der uns anvertrauten Kids, um die Wäsche, den Haushalt, das Kochen. Sie macht Arztbesuche und hilft abends bei den Hausaufgaben. Und für eine Spielstunde hin und wieder mit den Kleinen nimmt sie sich auch noch Zeit. Auch Regina ist rund um die Uhr im Heim. [ Lebenslauf ]
Sie wurde 1968 geboren und wuchs auf in einer großen Familie mit 8 Kindern: 4 Mädchen und 4 Jungen. Sie besuchte die Grundschule bis 1985, danach half sie ihrer Mutter im Haushalt, im Garten und auf dem Feld. Auch eine Kuh musste täglich zweimal gemolken werden. Sie konnte nicht auf eine weiterführende Schule gehen, weil ihr Vater 1982 gestorben war. Das Geld reichte nicht für ein weiteres Kind. Regina heiratete1990 und bekam eine Tochter. Noch zwei weitere Mädchen wurden geboren. Vor einigen Jahren ließ sie sich scheiden und lebt seitdem in Nakuru im Haus ihrer Schwester, die ihr tatkräftig hilft. Sie kam im Jahr 2009 zu Malaika und fühlt sich bei uns sehr wohl.
Ann ist
unsere "gute Fee": Sie räumt und putzt und wäscht und kocht. Wo immer etwas nach Arbeit aussieht: Ann ist da
und erledigt ohne Murren, was getan werden muss. Trotz ihrer Körperbehinderung – durch eine schwere Erkrankung als Kind hat
sie ein verkürztes Bein - hört man nie Protest oder Stöhnen oder ein Nein. Sie hat einen wunderbaren Humor und kann herzlich
lachen. Einmal wöchentlich bleibt sie über Nacht, wenn Regina ihren freien Tag hat. [ Lebenslauf ]
Ann (geboren 1961) ist die älteste von 12 Geschwistern, von denen drei starben. 1967 begann sie mit der 1.Klasse der Grundschule, konnte aber nicht lange zur Schule gehen, weil ein Bein solche Beschwerden machte, dass sie von Krankenhaus zu Krankenhaus geschickt wurde, um herauszufinden, was die Ursache war. Erst in einem großen Hospital in Nairobi fanden die Ärzte durch Röntgenaufnahmen heraus, dass es Tuberkulose im Bein war – eine sehr seltene Erkrankung. Eine Operation war wegen ihres jungen Alters (8 Jahre) nicht möglich. Immer wieder gab es Krankenhausaufenthalte, weil ihr Bein nicht mitwuchs. Als sie 12 Jahre alt wurde, wagte man die OP. Seitdem ist Ann schmerzfrei, aber ihr Bein ist erheblich kürzer und erschwert das Laufen und Gehen.
Mit 14 Jahren konnte sie erstmals wieder zur Schule gehen und begann erneut in Klasse 1. Sie blieb bis Klasse 4 – da war sie 18 Jahre alt - und verließ die Schule, um ihren Eltern im Haus und auf dem Feld zu helfen. Sie heiratete, aber blieb nicht lange bei ihrem Mann: Seine Freunde beeinflussten ihn gegen sie, indem sie sich lustig machten über die "Humpelfrau". So zog sie mit ihrem Baby fort. Sie heiratete erneut – einen Kisii-Mann – und bekam 5 Kinder. Später ließ sie sich scheiden. Ann arbeitete 12 Jahre lang in einer Tee-Fabrik, um den Lebensunterhalt für ihr Kinder und sich selbst sicherzustellen. Anschließend bekam sie einen Job in in Kazan Garden in Rongai, wo Kräuter und Pestizide produziert wurden.
Während der brutalen Zusammenstöße nach den Wahlen 2007/08 wurde ihr gesamtes Eigentum verbrannt. Sie lebte mit ihren Kindern in der berüchtigten Zeltstadt in Nakuru. Sie suchte händeringend nach einem Job, bekam aber keinen. Eines Tages ging sie in die Kirche und fand dort eine Broschüre über das Malaika-Kinderheim. Ein paar Tage später begann sie, dort freiwillig zu arbeiten. Dann bekam sie eine feste Anstellung, die ihr erlaubte, die Miete, Schulgeld für die Kinder und das Essen zu bezahlen. Auch wenn es nur für die Grundversorgung reicht – sie ist sehr dankbar!
Dr. Aminga ist in Nakuru ein angesehener
Rechtsanwalt, der uns seine Dienste kostenfrei zu Verfügung stellt. Dr. Aminga hat sich auch schon landesweit einen Namen gemacht: ihm
und einigen Partner-Anwälten ist es gelungen, dafür zu sorgen, dass in Kenia eine Regelung durchgesetzt wird, nach der jede
Polizei-Dienststelle eine stets besetzte 'Sorgen-Anlaufstelle' für junge Mädchen aufweisen muss. [ Lebenslauf ]
Sie wurde 1968 geboren und wuchs auf in einer großen Familie mit 8 Kindern: 4 Mädchen und 4 Jungen. Sie besuchte die Grundschule bis 1985, danach half sie ihrer Mutter im Haushalt, im Garten und auf dem Feld. Auch eine Kuh musste täglich zweimal gemolken werden. Sie konnte nicht auf eine weiterführende Schule gehen, weil ihr Vater 1982 gestorben war. Das Geld reichte nicht für ein weiteres Kind. Regina heiratete1990 und bekam eine Tochter. Noch zwei weitere Mädchen wurden geboren. Vor einigen Jahren ließ sie sich scheiden und lebt seitdem in Nakuru im Haus ihrer Schwester, die ihr tatkräftig hilft. Sie kam im Jahr 2009 zu Malaika und fühlt sich bei uns sehr wohl.
Mit Luka Njogore sind wir seit 2009 befreundet.
Seither nutzen wir sein Fachwissen als Elektroniker und Bau-Experte. Wann immer es irgendwo klemmt: Luka ist mit seiner Hilfe zur Stelle!
Die Bauarbeiten an den neuen Häusern hat er hervorragend geleitet und koordiniert. Wir sind glücklich, dass Luka mit zur 'Malaika-
Familie' gehört. [ Lebenslauf ]
Sie wurde 1968 geboren und wuchs auf in einer großen Familie mit 8 Kindern: 4 Mädchen und 4 Jungen. Sie besuchte die Grundschule bis 1985, danach half sie ihrer Mutter im Haushalt, im Garten und auf dem Feld. Auch eine Kuh musste täglich zweimal gemolken werden. Sie konnte nicht auf eine weiterführende Schule gehen, weil ihr Vater 1982 gestorben war. Das Geld reichte nicht für ein weiteres Kind. Regina heiratete1990 und bekam eine Tochter. Noch zwei weitere Mädchen wurden geboren. Vor einigen Jahren ließ sie sich scheiden und lebt seitdem in Nakuru im Haus ihrer Schwester, die ihr tatkräftig hilft. Sie kam im Jahr 2009 zu Malaika und fühlt sich bei uns sehr wohl.
Das Team in Deutschland
- Geert hatte sich nach mehreren Kenia-Reisen (zwischen 2000-2004) dazu entschlossen, afrikanischen Waisenkindern zu helfen und ein Waisenhaus aufzubauen. Zu diesem Zweck gründete er mit Freunden und Verwandten den Malaika e.V.
- Vorwiegend kümmert er sich in Deutschland um das Fundraising und ist hier für die Förderer-Betreuung zuständig. Doch mindestens einmal pro Jahr reist er auch nach Kenia. Dass Geert Grundkenntnisse des Suaheli aufweist, kommt uns in Kenia sehr zu Gute, denn es erleichtert den Zugang und die Zusammenarbeit mit den Einheimischen enorm. Mit den Kids versteht sich 'Mjomba' (Onkel) Geert blendend.
- Um die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit auf die drängendsten Probleme Kenias zu ziehen – einschließlich Armut und AIDS – und natürlich auf das Malaika-Waisenhaus, führte er 2007 zusammen mit seinem Freund Jürgen Walti eine 1.400 km lange Fundraising-Radreise durch Deutschland durch.
- 2009 folgte eine fünfmonatige Fundraising-Radtour durch mehrere Länder Afrikas: die “grenzerfahrungen-Expedition” mit über 10.000 km LÄnge.
- Über seine Firma “planetview”, welche Lichtbildshows mit Globetrottern und Reise-Fotografen durchführt, gelingt es ihm oft, seine Geschäftspartner und Gäste zu motivieren, das Malaika-Projekt zu unterstützen.
- Inzwischen präsentiert er selbst eine Lichtbildshow über seine o.a. Fahrrad-Expedition durch das südliche Afrika.
- Geert betreut das Malaika-Büro Marburg.
- Zwischen 2000 und 2002 besuchte Kristiane bei zwei längeren Aufenthalten Hilfsprojekte in West-Kenia. Schwerpunktthemen ihrer Arbeit waren die Stärkung von Frauen, Geburtenkontrolle, Bildung und Genitalverstümmelung von Mädchen. Hautnah mit der armen Bevölkerung zu leben und ihre oft verzweifelte Lage mitzuerleben nahm sie sehr mit.
- Sie gründete als Lehrerin an ihrer Realschule in Salzgitter-Bad eine "Aktion Afrika" - der Vorläufer der Malaika-Arbeitsgemeinschaft. Sie organisierte mit ihren Schülerinnen und Schülern - unterstützt von einigen engagierten Kolleginnen und Kollegen - Spendenläufe und Informationsaktionen und versuchte, die Schulkinder für die Probleme eines so genannten Entwicklungslandes zu sensibilisieren.
- Sie ist Gründungsmitglied des Malaika e.V..
- 2008 ließ sie sich vorzeitig pensionieren, um den Aufbau des Malaika-Heims zu begleiten und die finanzielle Abwicklung vor Ort zu betreuen.
- Seit 2009 ist sie 1. Vorsitzende des Malaika e.V..
- Sie gründete in Nakuru eine Selbsthilfegruppe der dortigen Waisenhäuser und organisierte regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen.
- Zusammen mit dem kenianischen Bauleiter Luka Njoroge betreute sie den Bau des eigenen Malaika-Waisenhauses.
- Kristiane betreut das Malaika-Büro Braunschweig.
- Renke ist seit 2009 ein stellvertretender Vorsitzender des Malaika e.V.. Von Beruf Anwalt berät er den Verein in allen juristischen Belangen. Zu der Hilfsorganisation "Architekten über Grenzen e.V." knüpfte er den Kontakt und begleitete 2011 den Kauf den Grundstücks in Njoro und den Bau der Häuser mit seinem Sachverstand via Telefon und E-Mail.
- Renke betreut das Malaika-Büro Berlin.
- Kersten ist seit 2011 ein stellvertretender Vorsitzender des Malaika e.V.. Er ist ein wahrer Kenia-Kenner, denn schon seit sehr vielen Jahren reist Kersten regelmäßig in das ostafrikanische Land, da einige seiner Verwandten in Nairobi wohnen. Seit seinem ersten Besuch bei 'Malaika' ist er von dem Projekt zutiefst überzeugt und bringt sich enorm produktiv in das Vereinsleben ein.
- Kersten ist Kassenwart des Malaika-Projekts.
- Sibylle besuchte mehrfach das Malaika-Waisenhaus in Kenia. Sie wirbt um Spenden und hilft bei diversen Anlässen bei der Betreuung des Malaika-Info-Stands.
- Sibylle betreut das Malaika-Büro Hamburg/Quickborn.


